Hilfe und Unterstützung in Rheinland-Pfalz: Ministerpräsident Günther 
verabschiedet gut 600 Katastrophenschutzkräfte

NEUMÜNSTER. Heute Nachmittag (20. Juli) starten etwa 600 vorrangig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus den Kreisen und kreisfreien Städten Kiel, Neumünster, Schleswig-Flensburg, Pinneberg, Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Plön und Dithmarschen mit rund 200 Fahrzeugen in die Unwettergebiete nach Rheinland-Pfalz. Sie unterstützen dort ab morgen 07.00 Uhr die dortigen Einsatzkräfte. Der Einsatz soll bis zu 72 Stunden dauern. Die Einheiten haben aber die Möglichkeit, bei Bedarf bis zu fünf Tage zu bleiben. 

Ministerpräsident Daniel Günther wird die Helferinnen und Helfer kurz vor ihrer Abfahrt nach Rheinland-Pfalz am Gefahrenabwehrzentrum in Neumünster verabschieden: „Das ist der größte Einsatz unserer Hilfskräfte außerhalb Schleswig-Holsteins in den vergangenen Jahrzehnten. Aufgrund der Lage vor Ort stellt er auch eine besondere Belastung dar. Ich danke allen Frauen und Männern, die sich ohne Zögern gemeldet haben, um den Menschen in Rheinland-Pfalz zu helfen. Mein Dank schließt ausdrücklich Ihre Partnerinnen und Partner mit ein. Ich bedanke mich auch bei den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die die ehrenamtlichen Kräfte für diesen so wichtigen Dienst freistellen. Diese Katastrophe zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar unsere ehrenamtlichen Strukturen für unsere Gesellschaft sind“, sagte Günther. Gemeinsam mit Innenstaatssekretär Torsten Geerdts und dem Landesbrandmeister Frank Homrich wünschte er allen Beteiligten für den Einsatz alles Gute: „Passen Sie bitte gut auf sich auf.“

„Die große Feuerwehrfamilie steht auch in dieser Katastrophe zusammen. Gerne unterstützen Kräfte aus Schleswig-Holstein in dieser außergewöhnlichen Situation. Ich danke allen Einsatzkräften, aber auch deren Familien und Arbeitgebern, die in den kommenden Tagen auf Angehörige und Mitarbeiter verzichten. Kommt bitte alle gesund zurück“, sagte Homrich.

Auf den Weg machen sich landeseigene Brandschutzbereitschaften, kommunale Feuerwehrbereitschaften sowie Einheiten des Sanitätsdienstes. Da aufgrund der Lage vor Ort auf keinerlei Infrastruktur zurückgegriffen werden kann, liegen besonders im Bereich der Logistik, Verpflegung, Hygiene und Unterbringung große Herausforderungen. Deswegen sind auch Einheiten zur Logistik und eigenständigen Verpflegung des Kontingents mit dabei. Dies ermöglicht dem Landeskontingent Schleswig-Holstein vor Ort eine fast vollständig autarke Arbeit. Auf Grund der psychisch sehr belastenden Situation werden die Kräfte durch Betreuer der Psychosozialen Notfallversorgung begleitet. 

Im Bereich der so genannten schweren technischen Hilfeleistung sind Ladekräne und Radlader dabei. Das Landeskontingent wird dabei durch ein Kontingent des Landesverbands Küste der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) unterstützt. 

Die 600 Frauen und Männer des Landeskontingents werden von folgenden Organisationen entsandt: Freiwillige und Berufsfeuerwehren, DRK, Johanniter, ASB, Malteser und DLRG. Die Landespolizei Schleswig-Holstein unterstützt bereits mit etwa 80 Frauen und Männern der ersten Einsatzhundertschaft vor Ort. Die polizeiliche Hilfeleistung wird durch das Lagezentrum der Polizei koordiniert. 

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verabschiedet gut 600 Katastrophenschutzkräfte

PSNV-Landeskonferenz verschoben

Die für diese Woche vorgesehene PSNV-Landeskonferenz ist situationsbedingt in den Juni verschoben worden. Alle Mitglieder wurden entsprechend informiert.

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Änderung Lehrgangsort

Die Ausbildung PSNV Sekundäre Prävention Teil 1 findet an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee statt. Die Kreisfeuerwehrverbände sind informiert und stellen entsprechende Einberufungen aus.

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Qualitätslabel für Schleswig-Holstein

Die Länderübergeifende Facharbeitsgruppe PSNV hat im letzten Jahr Schleswig-Holstein ihr Qualitätslabel PSNV Level 2 verliehen. Das macht uns sehr stolz und glücklich.

Die Länderübergreifende Facharbeitsgruppe PSNV ist das bundesweite Gremium, in dem die Landeszentralstellen PSNV und die jeweils federführenden Ministerien der einzelnen Bundesländer vertreten sind. Dabei geht es um bundesweite Vernetzung sowie um die Umsetzung und Weiterentwicklung der im Konsensus beschlossenen Qualitätsstandards im Bereich PSNV.

Um diese Umsetzung der Qualitätsstandards zu fördern, wurde ein Qualitätslabel in zwei Stufen herausgebracht. Das Level 1 bescheinigt die Umsetzung der Qualitätsstandards im Bereich PSNV-B und PSNV-E, das Level 2 zusätzlich die Umsetzung auch im Bereich PSNV-Führung. Grundvoraussetzung ist die Ausgabe einer verpflichtenden PSNV-Karte mit Überprüfung der Aus- und Fortbildungen.

Die gemeinsamen Qualitätsstandards und der Einsatz der PSNV-Karten ermöglichen bei Bedarf eine länderübergreifende Zusammenarbeit. Mit uns hat auch Mecklenburg-Vorpommern das Qualitätslabel verliehen bekommen. Dadurch ist die gegenseitige Unterstützung mit PSNV-Kräften im Krisenfall ganz einfach und jeder weiß, welche Voraussetzungen die anreisenden Kräfte mitbringen.

Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind übrigens die ersten Bundesländer, die das Qualitätslabel verliehen bekommen haben. Der Norden hat im Moment im Bereich PSNV eine Leuchtturmfunktion. Die seit Jahren durchgeführte gemeinsame länderübergreifende PSNV-Führungsausbildung, an der 7 Bundesländer aus dem Norden beteiligt sind, ist ein Beispiel.

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PSNV-Landeskoordination

Der Übungsdienst der PSNV-Landeskoordination findet heute online statt. Eine entsprechende Einladung ist an die Mitglieder verschickt worden.

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Lehrgangsplanung an der LFS

Aufgrund der im Moment schwer einschätzbaren Entwicklung der Corona-Regeln plant die Landesfeuerwehrschule im Moment quartalsweise, um ein möglichst umfangreiches Lehrgangsangebot zur Verfügung stellen zu können. Was die PSNV-Lehrgänge angeht, geben wir uns Mühe, den aktuellen Planungsstand auch in den Übersichten auf dieser Homepage möglichst aktuell zu halten.

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Lehrgangsabsagen wegen Corona

Coronabedingt sind alle PSNV-Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule bis Ende Februar abgesagt. Auch die Führungsausbildungen, die länderübergreifend angeboten werden, sind für das Jahr 2021 komplett abgesagt.

Wir geben uns Mühe auch in diesen herausfordenden Zeiten ausreichend Fortbildungs- und Austauschmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Dabei nutzen wir auch Onlinevarianten. Daher kann es auch im weiteren Verlauf des Jahres zu weiteren Angeboten kommen. Wir werden selbstverständlich hier darüber informieren.

Informationen zu dem jeweiligen Lehrgangsstatus und ob es Ersatzveranstaltungen gibt, finden sich bei den Informationen zu den einzelnen Lehrgängen.

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PSNV-Landeskonferenz im November

Die geplante PSNV-Landeskonferenz im November wird online stattfinden. Die Einladung mit den entsprechenden Informationen wird wie immer in der ersten Novemberwoche an die Mitglieder verschickt.

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Landeszentralstelle PSNV hat einen stellvertretenden Leiter

Heute hat Herr Tilo von Riegen im Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Intergration und Gleichstellung Herrn Dr. Frank Conrads zum stellvertretenden Leiter der Landeszentralstelle PSNV in Schleswig-Holstein ernannt. Dr. Frank Conrads ist Beauftragter für die Notfall- und Feuerwehrseelsorge der Nordkirche in Schleswig-Holstein.

Herr von Riegen dankte Dr. Conrads für sein außerordentliches Engagement für die PSNV im Land. Dabei würdigte er in besonderer Weise auch die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen, die dazu geführt hat, dass wir uns in Schleswig-Holstein selbstbewusst bei diesem Thema nicht verstecken müssen.

Wir wünschen Herrn Dr. Conrads für seine Arbeit weiterhin alles Gute und freuen uns auf viele weitere Jahre guter Zusammenarbeit.

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Opferschutzbeauftragte hat ihre Arbeit aufgenommen

Zum 1. Juli 2020 ist Ulrike Stahlmann-Liebelt (Ltd. Oberstaatsanwältin i.R.) zur Opferschutzbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein ernannt worden, um sich der Sicherstellung schneller und unbürokratischer Hilfe und Unterstützung für Opfer von Straftaten und deren Angehörige zu widmen. Unterstützt wird die Opferschutzbeauftragte durch das Team der zentralen Anlaufstelle, das aus zwei Juristinnen, einer Pädagogin und einer Justizangestellten besteht.  Dort gibt es Informationen über

  • Zeugen- und Opferrechte,
  • den Ablauf eines Ermittlungs- und Strafverfahrens sowie
  • aktuelle Projekte und Gesetzesänderungen aus dem Bereich des Opferschutzes.

Das ist ein gutes neues Angebot für die Menschen in Schleswig-Holstein und eine wichtige Ressource, um auch psychosoziale Belastungen durch konkrete Unterstützung zu reduzieren. Es wird mit der Landeszentralstelle für Psychosoziale Notfallversorgung eine enge Zusammenarbeit geben. Wir freuen uns darauf und wünschen dem gesamten Team der Zentralen Anlaufstelle für Opfer von Straftaten und ihren Angehörigen alles Gute für ihre Arbeit.

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